Anstieg der Downloads von Krypto-Notfallanwendungen aufgrund von COVID-19

Die kryptobasierte Notfall-App Guardian Circle hat aufgrund der Coronavirus-Krise einen enormen Anstieg der monatlichen Downloads erlebt.

Laut den Zahlen, die Cointelegraph durch das Projekt zur Verfügung gestellt wurden, haben im März mehr als 5150 neue Nutzer die App heruntergeladen. Das entspricht einem monatlichen Zuwachs von 2582% für die drei Jahre alte App, die in Friedenszeiten um Aufmerksamkeit laut Immediate Edge gekämpft hatte. Im Januar meldeten sich etwas mehr als 300 neue Benutzer an.

Doch während die aktuelle Krise die Popularität der App erhöht hat, bedroht sie auch die Zukunft des Projekts.

Was ist der Wächterkreis?

Auf der offiziellen Website wird erklärt, wie die App dazu beiträgt, eine Mikroökonomie rund um die Nothilfe in Regionen zu schaffen, in denen sie am dringendsten benötigt wird. Zu den Funktionen gehören u.a. Paniktasten, Crash-Erkennung, Sprachschnittstellen und Herzfrequenzmonitore, so dass private Sicherheitskräfte und medizinische Hilfsdienste auch ein geozentrales Versorgungsgebiet kontrollieren können. Die Benutzer werden mit Belohnungen in der Kryptowährung $GUARD belohnt.

Mark Jeffrey, Mitbegründer und CEO von Guardian Circle, sagte gegenüber Cointelegraph:

"Bis zum COVID-19 war unsere Marketing-Herausforderung immer: 'Wie bringen wir die Benutzer dazu, über eine zukünftige Krisensituation nachzudenken'? Die Leute denken nicht gerne über Notfälle nach: Das macht keinen Spaß. Es ist nicht 'Worte mit Freunden' oder 'TikTok'. Mit COVID-19 ist diese Herausforderung nun verschwunden". 

Jeffrey sagte, dass Notfall-Apps nicht täglich benutzt werden und dass das Element der Krypto-Währung dabei hilft, es im Gedächtnis der Benutzer zu behalten: „Das $GUARD-Krypto war eine nicht krisenbezogene Möglichkeit, mit unseren Benutzern zu interagieren.

Doch während der Gesundheitsnotstand die Downloads erhöht hat, bedrohen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise ihre Lebensfähigkeit.

"Da unsere Start- und Landebahn seit jeher in Kryptographie angelegt ist, haben unsere Haufen Bitcoin und NEO mit den COVID-19-Abstürzen an Wert verloren. Ich habe die Unternehmensausgaben mit meinem eigenen persönlichen Geld aufgestockt, um die Kosten zu decken. Fazit? Wir haben noch etwa sechs Monate Zeit, so wie wir jetzt sind, abgesehen von neuen Kurvenbällen, die auf uns geworfen werden".

Weitere Partnerschaften im Gange

Mit Blick auf die Zukunft sagte Jeffrey, dass das Projekt einen Partner gefunden habe, mit dem sie einen Vertrag für ein kombiniertes Produkt unterzeichnen werden, das es ihnen hoffentlich ermöglichen wird, neue Risikokapitalinteressen anzuziehen.

Zur geografischen Verteilung ihrer Nutzer sagte Jeffrey, dass ein Drittel in den USA liegt, der Rest sei über die ganze Welt verstreut. Außerdem weist die App laut Immedaite Edge hohe Konzentrationen in Indien, Myanmar, Pakistan, Brasilien, Ägypten und dem Irak auf.

Jeffrey glaubt, dass sich die gegenwärtige Krise insgesamt positiv auf die Krypto-Währung auswirken wird:

"Die COVID-19-Krise verursacht weltweit eine enorme Belastung für das alte Bankensystem - weitaus schlimmer als die Krise von 2008.  Diese Belastung hat der Durchschnittsbürger bisher noch nicht gespürt, wird aber in den kommenden Monaten zu spüren sein. Zu diesem Zeitpunkt werden wir möglicherweise eine starke Zunahme der Verwendung von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel feststellen. Es ist auch möglich, dass andere Kryptos für bargeldlose, schnellere und kleinere Zahlungen eingesetzt werden.